PRZEMYSL im September
2004
Nach einem Besuch in Straszydle, im Club Amazonka, dem großen Huzulengestüt
unserer Freunde Mieco Roman und Tereza Berkan, besuchten Emaline und ich Lancut
und PRZEMYSL. Przemysl war unter den Habsburgern zu einer der größten Festungen
Europas ausgebaute Stadt und liegt im äußersten Südosten Polens, hingeschmiegt
an den San. Eine geschichtsträchtige, mit ihren mächtigen Kirchen und
Jugendstil-Gebäuden wunderschöne und beeindruckende Stadt.Von hier sind es nur
50 km zur Ukrainischen Grenze, und weiter nur noch 50 km bis Lemberg/Lwiw. Denkwürdig
diese multikulturelle Stadt Przemysl, in der wunderschöne Kirchen und
theologische Universitäten sämtlicher Religionen davon Zeugnis geben, daß - bei
gegenseitiger Achtung christlicher Religionen - eine friedliche Existenz nebeneinander
möglich ist. Reste der alten Befestigungen, nachdenklich stimmend der Internationale
Friedhof, auf dem die gefallenen Soldaten sämtlicher Nationalitäten nach
sinnlosem, sich gegenseitigem Abschlachten, nun friedlich nebeneinander ruhen,
nicht weit daneben der jüdische Friedhof. Eine lebendige, erfrischende Stadt im Aufbruch.
Abends trifft man viele junge Leute und auch ältere Paare beim Kaffe, kleinen
Imbiß, bei einem Jazzkoonzert oder einfach nur durch die Stadt flanierend. Das
Klima am San ist bis spät nachts noch angenehm mild.
Bilder
vom Schloß Lancut, dem Kutschenmuseum, das bis vor ca. 15 Jahren noch vom
Hengstdepot in Klikowa betreut worden war, und von der Ikonen Ausstellung im
Schloßmuseum folgen.