KRAKAU im Juli 2009

Nach wunderschönen Huzulentagen Anfang Juli in Hawlowice bei Familie Babis, verbrachte ich auf der Heimfahrt eine Nacht bei Ewa und Andreas Goraus in Tarnow, ehe ich am Dienstag Morgen weiter nach Krakow fuhr, um von Krakau mit dem Nachtzug wieder nach Wien zu fahren. Zuletzt war ich 1995 in Krakau. Seither sah ich Krakau nur auf der Durchfahrt vom Zug aus, oder wenn ich in Krakau Glowny, dem  Hauptbahnhof, den Zug wechselte. Diesmal wollte ich in den 12 Stunden, die mir bis zur Abfahrt meines Zuges blieben, die Zeit zu einem Blitzbesuch der Stadt nutzen. Mein Gepäck gab ich in der bewachten Gepäcksaufbewahrung ab und ging zielstrebig los in die Stadt. Aber, bereits nach wenigen Gehminuten vom Bahnhof entfernt und vom Wirbel und Treiben in der Stadt angesteckt, organisierte ich mir am Bahnhof ein Zimmer mit Bad in einem Hostel im Stadtbereich (gibts reichlich günstige Angebote), holte mein Gepäck wieder ab, und aus den geplanten 12 Stunden Blitzbesuch wurden dann - just in der heißesten Woche dieses Sommers - fünf anstrengende, aber unvergessliche Tage in Krakau, der alten polnischen Königsstadt. Eine quirlige Stadt, voller Leben bis in die Morgenstunden, eine Stadt voll von schönen, jungen Menschen. Die Buchläden, keine Libro oder Thalia-Buchketten - nein, noch wirkliche Buchhandlungen zum stundenlangen stöbern in Büchern, auch wenn man die Sprache nicht versteht, die Universitätsbibliothek, die vielen, interessanten Angebote an Veranstaltungen, die Musik, Werbefilmfestival, die Schanigärten, die feinen Restaurants und exklusiven Modegeschäfte, die versteckten Beisln.

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Im Stadtteil Kazimierz das Jüdische Krakau ...unbegreiflich, erschütternd. Ich könnte Tage dort verbringen, in die Synagogen zu gehen, um dort die Exponate, diese Unfassbarkeiten   der Geschichte in mich aufzunehmen. Aber Kazimierz lebt wieder, und am Abend geht`s dort fröhlich und gesellig zu bei Musik, Tanz und mit koscherem Essen.

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Diese Fröhlichkeit, die vielen interessanten Menschen die sich in Krakau tummeln, die  jungen Besucher aus aller Welt. DAS LEBEN dort, ich konnte mich nicht und nicht von dieser faszinierenden Stadt trennen. Die Stadt des Karol Wojtyla, viele Jahre Bischof von Krakau, später Papst Johannes Paul II, beide pulsierend, charismatisch und faszinierend. 

Krakau wiederzusehen ist zu einer Sucht, zur Sehn-Sucht für mich geworden.